KUNTERBUNTE BILDER.
LÄSSIGE G’SCHICHTEN.
PHÄNOMENALE MENSCHEN.
mijuchu.

HON. PROF. DI DR. ERNST FIALA, 90,
ERFINDER UND KONSTRUKTEUR DES VW GOLF >>

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GERADE EBEN Passiert es


 
 
 
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Spannungsfelder in miju #30

Habt ihr manchmal auch den Verdacht, phasenweise bestimmte Floskeln oder Begriffe besonders häufig zu hören, ja und sogar selbst zu gebrauchen? Rein subjektiv verhält sich das gerade mit dem Wort Spannungsfeld so. Aber warum bekommt etwas ganz Banales plötzlich so viel Aufmerksamkeit? Ist doch jeder zu jeder Zeit in einem gewissen Spannungsfeld. Gerade jetzt steuern wir auf das größte zu: die Adventszeit. Ruhig und besinnlich soll sie sein, doch ist sie in Wahrheit die größte Hetzerei des Jahres. Ein Spannungsfeld zwischen In-Sich-Kehren und Einkaufstrubel, zwischen Gedenken in aller Stille und Vorbereitungen für das große Fest.

Ein ganzes Leben voller Spannungsfelder hat Wolfgang Neubauer. Er ist Archäologe und muss als solcher zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Grundbesitzern agieren. Im Grunde ja auch zwischen Geschichte und Gegenwart. Und vor allem zwischen einem sehr ausfüllenden Beruf und einer Großfamilie. Oder der Franz Windisch, der uns erzählt, wie sehr das Krippenbauen gerade in Mode kommt. Wenn es um Weihnachten geht, sehnen sich immer mehr Menschen nach dem ganz Persönlichen, wo sie doch sonst ihr Glück im Materiellen suchen. Vielleicht besprechen wir deshalb die Spannungsfelder jetzt so oft, eben weil gerade vor Weihnachten eine gewisse Sehnsucht in uns aufkommt, zur Ruhe zu kommen. Wir wünschen euch jedenfalls eine entspannte Zeit und ein spannendes Jahr 2019.

miju kann das Denken anstoßen. Reflektiert mit uns.

Eure miju

Mag. Viktoria Antrey
Chefredakteurin

Alexander Bernold
Herausgeber, Artdirektor


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zweitausend neunzehN: MIJU WIRD DOPPELT.

We proudly present … 2019 wird miju verdoppelt. Nicht nur mehr das nordöstliche Weinviertel darf sich über sechs Ausgaben freuen – ab dem Spätfrühling kommt miju in 40.000(!) Postkästen in den Bezirken St. Veit/Glan und Feldkirchen in Kärnten. Selbstverständlich gratis und in gewohnt makelloser Qualität werden ab dann kreative, verrückte, ausgefallene, besessene und urige Kärntner Leitln abgelichtet, interviewt und abgedruckt. miju Schreibt. Geschichte.

In Kürze erfahrt ihr hier Näheres. Freut euch drauf, wir tun es auch!


miju ist Mensch.
Ach Mensch, miju.

Sich einen Baum ins Zimmer zu stellen und diesen bunt zu schmücken ist ein weihnachtlicher Brauch, der vom deutschsprachigen Europa in alle Welt exportiert wurde. Es war Prinz Albert, Queen Victorias geliebter Ehemann, der diese Sitte aus seiner deutschen Heimat an den britischen Königshof gebracht hat. Die Weihnachtsgeschichte rund um die heilige Familiea als Modell zum Baum zu stellen gehört vor allem für Katholiken untrennbar zum Weihnachtsfest. Und da nach der zunehmend unbesinnlicher, hektischer werdenden Adventszeit der Heilige Abend umso mehr ganz persönliches Familienfest bleibt, suchen immer mehr Menschen nach dem ganz Eigenen, Privaten. Sie bauen ihre Krippen selbst, stellen ihre ganz persönliche Heilige Familie aus eigenen Ideen und Vorstellungen mit ihren eigenen Händen dar.


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EIN BISSERL miju #30
DEZ ‘18


AUSNAHMe WABERER

Der Mistelbacher Weinbau hält sich, so scheint es, wohl gerne nach außen hin bedeckt. Selten nur hört man von Weinbaubetrieben aus der Bezirkshauptstadt. Die Ausnahme, die die Regel bestätigt, ist der junge Waberer. Ihn sieht man auf Messen und von ihm hört man bis nach Poysdorf. Ein Newcomer und Quereinsteiger in der Mistelbacher Weinszene.


RÖNTGEN
BLICK

Aus der Schweiz zieht er ins Weinviertel. Er gräbt, ohne die Erde zu berühren, nach den hiesigen Kreisgrabenanlagen und dem englischen Stonehenge, das er kurzerhand im MAMUZ nachbaut. Er war Wissenschafter des Jahres, ist Leiter des Ludwig Boltzmann-Institutes für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie, außerordentlicher Professor an der Universität Wien, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Teil einer Großfamilie. Der Mann hat sicher viel zu tun und wirkt doch so ruhig. Wolfgang Neubauer ist Archäologe ohne Schaufel, denn er scannt und röntgt den Boden. Zerstörungsfreie Untersuchung nennt man das. Und er ist begeisterter Wahl-Weinviertler.


DAS RAUBTIER GEZÄHMT

Das Pferd ein Fluchttier, der Mensch ein Raubtier, sein natürlicher Feind. Dennoch arbeiten sie seit etwa 5.000 Jahren zusammen. Meistens mehr aus Unterwerfung denn aus Freundschaft. Ein Konzept, das dem Menschen zu Letzterem befähigt, ist das Natural Horsemanship. Manuel Pühringer ist einer von diesen Pferdemenschen. Seit heuer betreibt er in Laa an der Thaya die Zucht von Appaloosa-Pferden, einer alten Rasse der Nez Percé-Indianer in Idaho.


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FRAUEN HIELTEN DAS DORF AM LEBEN

Geschichte wird spürbar, wenn man sie aus ganz persönlicher Sicht erfährt. Erzählungen sind immer nur einzelne Erfahrungen, aber gerade diese machen die Vergangenheit lebendig. Deshalb sind Gespräche mit Zeitzeugen so wertvoll und ihre Berichte festzuhalten. In dieser Ausgabe erinnert sich die 96-jährige Maria Muck aus Wultendorf an Frauenberufe in ihrem Dorf.


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FRAUEN
WIRTSCHAFT

72 Jahre, drei Generationen. Und immer waren und sind es die Töchter, die das Sanitätshaus für die jeweiligen Anforderungen der jeweils nächsten Generation fit machen. Das Sanitätshaus Luksche ist ein schönes Beispiel für Betriebsübergaben in Familienbetrieben.


Werner Buser, verheiratet und fünffacher Vater, ist 58 Jahre, geboren und aufgewachsen in der Nähe von Basel und seit 23 Jahren im Weinviertel zu Hause. Er ist Pastor der Evangelikalen Freikirche Mistelbach    Für Kontakt mit dem Autor:    licht@miju.at

Werner Buser, verheiratet und fünffacher Vater, ist 58 Jahre, geboren und aufgewachsen in der Nähe von Basel und seit 23 Jahren im Weinviertel zu Hause. Er ist Pastor der Evangelikalen Freikirche Mistelbach

Für Kontakt mit dem Autor: licht@miju.at


Ins Licht gerückt

Wer in diesen Tagen mit dem Auto in unserem schönen Weinviertel unterwegs ist, der braucht fast zu jeder Tages- und Nachtzeit eines ganz sicher: Licht an seinem Wagen. Denn die Tage sind oft trübe. Sie lasten manchmal schwer auf uns. Die Farbenpracht des Herbsts ist gewichen, die Leichtigkeit des Sommers längst verblasst. Nebel schleicht über das Land. Die Dämmerung setzt früh ein. Die Nächte sind lang. Wir stehen auf, wenn es noch dunkel ist. Wenn wir müde von der Arbeit nach Hause kommen, hüllt uns die Finsternis schon wieder ein.

Wir sehnen uns nach Licht. Wir brauchen Licht. Licht zeigt uns, was wirklich ist. Ohne Scheinwerfer am Auto werden wir wahrscheinlich einen Unfall bauen. Wir sehen die Straße nicht richtig. Wir erkennen die Begrenzungen nicht. Wir brauchen Licht, um sicher nach Hause zu finden.


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saure tugend

»Was geht do ois?«, fragt sich Simone Schuckert, die Betreiberin der Reblaus und experimentierfreudige Essigproduzentin. Mit ihrer Spezialität bei der Hand, dem Marillensenf aus Poysdorf, erzählt sie von ihrer Leidenschaft für Lebensmittel und für das, was man aus ihnen machen kann.


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Aus Lust am Spiel

50 Jahre Theatergruppe Kronberg ist ein stolzes Jubilläum. Seit 1992 leitet Josef Romstorfer die Gruppe und ist gleichzeitig Schauspieler und Organisator. Er wurde damals im zarten Alter von 16 Jahren über’s Gasthaus angefragt. Die Regieausbildung beim Niederösterreichischen Amateur Theaterverband kommt ihm bei dieser Aufgabe sehr gelegen. ►

 
 
 

HANNES HUMMEL ISST NICHT SO in miju #28

 
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beerenstark

Die süßesten Früchte kriegen nicht nur die großen Tiere. Hinterm Mond gleich links, zwischen Wiesen und Wäldern, wachsen Beeren, so weit das Auge reicht. Süße Früchte, die auch die Kleinen erreichen. Und damit sie wirklich alle erreichen, pflücken die Hummeln sie gleich für uns. Mit Hummeln sind aber nicht die pelzigen Insekten gemeint, sondern Katharina Schödl-Hummel und Johannes Hummel, die in Loosdorf den Biobeerengarten Hummel bereiben. Und nicht nur das. Gemeinsam mit dem Ziegenhof Klampfl, dem Winkelauer Hof und dem Schloss Loosdorf zeigen sie, dass durch Zusammenarbeit auch in kleinen Ortschaften abseits der touristischen Zentren des Weinviertels interessantes Angebot für Gäste und Schulklassen geschaffen werden kann. 

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Die Himbeersträucher im Biobeerengarten Hummel laden zum Naschen ein, nicht nur die Kleinen, auch die Großen. Doch wenn etwa 30 Wiener Hortkinder bei einer Exkursion den Hummelschen Betrieb stürmen, ist das, als ob ein Schwarm Stare eingefallen wäre, da bleibt für große miju-Redakteure nicht viel übrig. Wie gut, dass es da noch Heidelbeeren gibt. Die stehen etwas abseits und sind in Töpfen gepflanzt, denn die brauchen ein saures Bodenmilieu, wie Johannes Hummel erklärt, was man aber im Weinviertel nicht findet.

Die eigentlichen Anlagen befinden sich zwischen Loosdorf und Laa an der Thaya. Rund sieben Hektar bewirtschaften sie, fünf davon entfallen auf Himbeeren, der Rest auf Kiwis und ein paar kleinere Bestände. Mit so einer Fläche reiner Biobeeren-Kultur kann die Familie Hummel wohl bestätigen, wie wichtig die Biene, das Leittier der beiden miju-Sommerausgaben, für den Menschen ist. Kaum vorstellbar, man müsste diese Fläche selbst bestäuben. Kiwis bauen die Hummels ebenfalls seit 30 Jahren an. »Wir waren die Ersten in Österreich, die Kiwis landwirtschaftlich angebaut haben, und unsere Kiwi-Anlage ist die älteste in Europa, die noch in Produktion ist«, betont Johannes Hummel stolz.

»Wenn man die Beeren frisch verkaufen will, muss man sie mit der Hand pflücken, da gibt es keine Maschinen dazu.«

Die Idee, sich wirtschaftlich auf Beeren zu spezialisieren, kam von den Eltern vor etwa 35 Jahren. Es war dieselbe Geschichte wie bei so vielen Landwirtschaftsbetrieben in dieser Zeit: Die im Weinviertel übliche gemischte Landwirtschaft mit Schweinemast beginnt schwierig zu werden, eine neue Spezialisierung muss her. Viele Betriebe gehen folglich den Weg des Weinbaus und werden von Trauben- und Fassweinproduzenten zu flaschenabfüllenden Qualitätsweinbetrieben, die Getreide als zweites Standbein beibehalten. Das Ehepaar Hummel senior wollte aber etwas Spezielles. »Es gibt im Weinviertel ja kein Angebot von Himbeeren, das kennt man nur aus der Steiermark«, erklärt Johannes. Weinbau war da für einen Loosdorfer Betrieb kein Thema, denn Loosdorf sei »ein weißer Fleck auf der Weinbaukarte«. Die jungen Hummels wundern sich sowieso, wie sich die Weinbaubetriebe in der Dichte ihrer Konkurrenz behaupten können, denn: »Alle machen guten Wein und alle machen Grünen Veltliner«, wirft Katharina treffend ein. Und warum gerade Himbeeren als Steckenpferd ausgewählt wurden unter all den vielen möglichen Beerenarten, ist auch leicht erklärt: Sie sind leichter zu ernten. »Bei Himbeeren muss man sich nicht bücken, Erdbeeren würden wir uns nicht antun«, gibt sich die eigentliche Dozentin ganz pragmatisch. Aber auch die Familie Hummel hat die Biolandwirtschaft als zweites Standbein behalten. Angebaut wird Soja, Hirse und Getreide. Daher ist für die Loosdorfer Familie von Mai bis Oktober Hochsaison. Die Beerenarbeit sei alles Handarbeit, erklärt Johannes: »Wenn man die Beeren frisch verkaufen will, muss man sie mit der Hand pflücken, da gibt es keine Maschinen dazu.« Gepflückt wird in zwei Qualitätsstufen. Den Anfang machen jene Beeren, die für die kleinen 150-g-Schalen zum Naschen und Verzieren gedacht sind. Diese können nur geerntet werden, wenn sie absolut trocken sind, da sie sonst schnell verderben. Innerhalb von zwei Tagen müssen die Schalen verkauft sein, denn länger halten die Beeren nicht. Das bedeutet entsprechenden Stress, denn beliefert werden Bauernmärkte, aber auch die Wiener Gastronomie, wie etwa die Meierei im Stadtpark von Heinz Reitbauer. Die zweite Qualitätsstufe ist für die Weiterverarbeitung gedacht. Daraus entstehen Sturm, Brände, Liköre, aber auch köstliche Marmeladen.

Gäste von klein bis groß heißen Katharina und Johannes immer wieder gerne willkommen. »Wiener Kinder sind aus dem Häuschen, wenn sie einen Feldhasen laufen sehen«, wirft der frühere Elektronikfachmann ein. Zusätzlich haben sie auch viele Kinder über die Coolen Projekttage, die ein Loosdorfer Lehrerehepaar initiiert hat, im Haus. Sonst ist die Familie Hummel aber eher auf Erwachsene spezialisiert: »Weil viele unserer Produkte alkoholisch sind und da tust dir mit Erwachsenen leichter«, sagt Johannes. Aber bei ihrem Hoffest Ende August wird beides unter einen Hut gebracht, mit Beerenschnaps für die Großen und Süßem für die Kleinen.

Neben dem Vertrieb auf Märkten und in der Gastronomie verkauft Familie Hummel ihre Produkte im hauseigenen Hofladen und mit ihrem Selbstbedienungsautomaten. »Am Anfang hatten die Leute schon Berührungsängste mit dem Automaten, aber mittlerweile funktioniert das wie der Hofladen. Man glaubt gar nicht, wie viel Marmelade um 3 in der Früh gekauft wird, wo man doch um so eine Uhrzeit eher von Schnaps ausgehen würde«, grübelt Johannes.

Apropos Schnaps. Oder zumindest Alkohol. Wir verkosten den Himbeersturm. Ein sehr hinterfotziger Geselle! Nur geschulte Gaumen vermögen hier den Alkohol herauszuschmecken und weil er so süß-süffig ist, verleitet der Himbeersturm, ihn im Vierterl wie den Traubensturm zu trinken. Aber dann erlebt man sein blaues Wunder, im buchstäblichen Sinn. »Deshalb trinkt man Himbeersturm auch eher im Sektglas«, gibt Johannes zu bedenken und erklärt darüber hinaus: »Himbeersturm hält auch länger als Traubensturm, bis zu zwei Wochen, denn das Einzige, das er macht, ist, dass er den Zucker weiter umwandelt, das heißt, er wird weniger süß, dafür stärker im Alkohol.«

Fast alle Produkte stellt Familie Hummel selbst her, nur den Essig und die Brände macht jemand anderes. »Eine eigene Brennerei würde sich nicht auszahlen, und Essig darf man nicht im gleichen Betrieb machen, in dem Wein hergestellt wird, weil sich Wein leicht Essigbakterien einfangen kann«, erklärt Johannes Hummel.

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So kundig Johannes Hummel mittlerweile am Sektor der Lebensmittelproduktion, des Obstbaus und der Landwirtschaft ist, sein Wissen sei allerdings nur angeheiratet durch Katharina, wie er es selbst ausdrückt. Studiert hat der heutige Biobeerenbauer nämlich Elektronik. Fünf Jahre hat er in dem Bereich gearbeitet und sich anschließend sogar selbstständig gemacht. Den Betrieb hat er am Papier immer noch, doch fehlt ihm dafür die Zeit, denn zu 99 % werkt er im Biobeerengarten.

»Forschung und Lehre habe ich immer gern gemacht.«

Katharina ist also diejenige, die die eigentliche Ausbildung in den gemeinsamen Biobetrieb einbringt, wenn auch aus akademischer Richtung. Sie hat an der Universität für Bodenkultur den Doktor in Obst- und Weinbau gemacht mit dem Dissertationsthema Stress bei der Weinrebe. Anschließend arbeitete sie als Universitätsassistentin in Forschung und Lehre. Im Zuge der Karenz aber haben Katharina und Johannes beschlossen, den Betrieb zu übernehmen. »Es war eine Umstellung, zu Hause zu arbeiten, keine Trennung mehr zwischen Arbeit und Familie zu haben«, erzählt die Wissenschaftlerin, »Forschung und Lehre habe ich immer gern gemacht.« Aber ganz damit aufgehört hat sie ohnehin nicht, Katharina ist immer noch Dozentin und der Boku verbunden. »Aber weil ich ohnehin nie die kreative Forscherin war, geht es mir nicht so sehr ab«, wendet sie ein. Und das Schönste an dem Ganzen ist natürlich, dass sie ihre beiden Töchter im Alltag und Betrieb überall dabeihaben können.

Expansionswünsche drängen die Familie Hummel dabei nicht, regional bleiben und den Hofladen stärken ist das Ziel. Jeden ersten Sonntag im Monat in der Saison gibt es Erlebnis-Sonntage gemeinsam mit dem Winkelauer Hof, dem Ziegenhof Klampfl und dem Schloss Loosdorf. »Es tut sich schon was im Ort, vor allem wenn sich mehrere Betriebe zusammentun, weil ein Wiener nie für die Besichtigung eines einzelnen Betriebes so weit fahren würde, aber wenn man ein Paket anbietet, das mehrere Stunden füllt, dann kommen die Gäste gerne«, schließt Johannes Hummel mit einem schönen Gedanken, nämlich: dass Zusammenarbeit auch kleine Orte stärkt.

geschriebenes: viktoria antrey
fotografiertes: alexander bernold, biobeerengarten hummel